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AntiAtomOldenburg

Anti-Atom-Großdemonstration 28. April in Gorleben - wir waren dabei

atomiIn den letzten Wochen gab es viele Erfolgsmeldungen für die Anti-Atom-Bewegung: Die Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen von Jülich nach Ahaus sind vorerst abgesagt. Das AKW-Projekt im bulgarischen Belene gehört wohl endgültig der Vergangenheit an. RWE und Eon kippen ihre Neubaupläne für bis zu sechs Reaktoren in Großbritannien. Und in Japan ist nur noch ein einziges Atomkraftwerk am Netz.

Mit beharrlichem Protest und Widerstand können wir erfolgreich sein. Und deshalb wollen wir gemeinsam weiter Druck machen, dass die noch viel zu lange laufenden neun AKW hierzulande endlich stillgelegt werden. Dass dies bitter nötig ist, zeigen andere Meldungen der letzten Tage: Nachdem Anfang März rostige Atommüllfässer in Brunsbüttel gefunden worden waren, folgten am 15. März strahlende Fässer in Neckarwestheim; vor rund einer Woche wurde Ähnliches aus dem Pannen-AKW Krümmel bekannt. Im baden-württembergischen Philippsburg wurde die Bewertung älterer Störfälle nachträglich hoch gestuft. Und vor zwei Tagen schließlich musste Eon das AKW Brokdorf herunterfahren, weil fehlerhafte Brennelemente entdeckt wurden.

Die Bund-Länder-Verhandlungen zur Endlagersuche sind in der heißen Phase. Deshalb findet zum Tschernobyl-Jahrestag am Standort des Endlager-Projekts Gorleben ein besonderes Highlight statt: Als Großdemonstration ist eine kulturelle Umzingelung des Bergwerks Gorleben geplant, mit Tanz und Theater, Gesang, Trillerpfeifen und Transparenten. Weitere Informationen gibt es unter: http://www.ausgestrahlt.de.

atomiWir waren meinem einem Bus dabei!

Zum Thema Uran

Die von Atomreaktoren ausgehende Gefahr ist nicht mehr ernsthaft zu verharmlosen, und der Versuch einer sicheren Aufbewahrung des Strahlenmülls hat nur ein klinisch totes, vom Bundesumwelt-Dummy gleichwohl stoisch weiterbeatmetes Endlagerprojekt hervorgebracht, sowie am Beispiel Asse die zügige Freisetzung krimineller Energie der Atombranche gegenüber regulativen Hemmnissen aufgezeigt.

Beide Themen, AKW-Betrieb und Endlagersuche, haben mit ihrer alltäglichen Sichtbarkeit und unserem persönlichem Restrisiko unsere volle Aufmerksamkeit: was strahlt, ängstigt uns. Der Ausgangspunkt allen nuklearen Desasters hingegen genießt seit Jahrzehnten still unser Aufmerksamkeitsdefizit, ebenso das lose Ende der Uranwirtschaft - die Rede ist von Uranabbau und dem Verbleib des abgereicherten Urans. Beides liegt jenseits unseres Alltagshorizontes, und beides sind Beispiele der Ignoranz westlicher Industrienationen gegenüber den Folgen ihrer globalen Wirtschaftsinteressen.

Auf der einen Seite werden, in Australien, Afrika, Kanada und zunehmend in Zentralasien, durch die Abraumhalden des Urantagebaus ganze Landstriche einschliesslich der dort lebenden Bewohner mit Schwermetallrückständen kontaminiert. Am anderen Ende der Produktionskette wird das zurückbleibende, nicht kraftwerksfähige Uran als Wertstoff eingestuft und kann als solcher ohne nennenswerte Kontrollen und Hemmnisse transportiert, exportiert und ohne weitere Konditionierung nach Belieben gelagert werden, bis eventuell jemand Gebrauch für das kaum strahlende, aber hochtoxische Schwermetall findet. Die einzige derzeit gängige Verwendung: als Geschosskern für panzerbrechende Munition, seit Mitte der 1970er Jahre in fast allen Kriegen eingesetzt.

Unser deutscher Beitrag zur  globalen Uranwirtschaft sind die Anreicherungsanlage der Urenco im westfälischen Gronau mit einem Weltmarktanteil von 10% und die zum Areva-Konzern gehörige Brennelementefertigung in Lingen. Um diesen vom deutschen Atomausstieg bisher völlig ausgenommenen Aspekt in den Blickpunkt zu rücken, habe wir eine Linksammlung zum Thema Uran eingerichtet, die wir gerne um weitere Links ergänzen.

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Ein Jahr nach Fukushima: Wir waren am 11. März 2012 bei der Demo in Gronau

UAAZum ersten Jahrestag des Beginns der Reaktorkatastrophe von Fukushima fanden bundesweit sechs große Demonstrationen statt, eine davon in Gronau. Dort - nur 130 Kilometer Luftlinie von Oldenburg entfernt - befindet sich die einzige deutsche Urananreicherungsanlage (UAA), die eine besondere Bedeutung für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken hat. 10 Prozent aller AKW weltweit(!) werden künftig mit angereichertem Uranbrennstoff aus Gronau versorgt. Ein Ende ist nicht in Sicht - im Gegenteil: Der Betrieb wird seit einigen Jahren erweitert. Diese Erweiterung ("UTA-2") soll Ende 2012 in Betrieb gehen. Während also Atomkraft hierzulande ein Auslaufmodell ist, wird sie dank der UAA Gronau in anderen Ländern weiterhin ermöglicht.

Weitere Informationen über die UAA Gronau hier.

Wir meinen, dass die UAA Gronau medial bei der Diskussion um Atomkraft bisher stark vernachlässigt wurde. Deswegen riefen wir zum ersten Fukushima-Jahrestag am 11. März 2012 zur Teilnahme an der Demonstration in Gronau auf. Die Busbuchung auf AntiAtomOldenburg.de ist abgeschlossen. Es waren ca. 4000 TeilnehmerInnen an der Demonstration vor Ort. Danke für eure rege Beteiligung.

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2011: we did it!

Esenshamm und sieben weitere AKW abgeschaltet - Danke für dein Engagement

Zum Jahresausklang halten wir uns noch einmal das Erreichte im Jahr 2011 vor Augen. Nach Fukushima gingen acht Reaktoren dauerhaft vom Netz, darunter Esenshamm (Unterweser), keine 35 Kilometer Luftlinie von unserer nördlichen Stadtgrenze entfernt. Dieser Erfolg war nur möglich, weil die Anti-Atom-Bewegung - auch in Oldenburg und Umgebung - zur Stelle war, als sich das "Window of Opportunity" (Jochen Stay) öffnete. Wir erlebten unter anderem Montagsspaziergänge mit gelegentlich mehreren 100 Teilnehmern, am Tag nach dem Beginn des Super-GAUs von Fukushima eine Menschenkette zwischen Lappan und Rathausmarkt mit über 500 Teilnehmern, 8.000 Menschen am Tschernobyl-Jahrestag bei der Umzingelung des AKW Esenshamm (darunter 1.000 Oldenburger und eine Fahrraddemo von Oldenburg nach Esenshamm mit 166 Teilnehmern), kreative Aktionen wie ein Die-In am Lefferseck und zu guter Letzt die Großkundgebung in Dannenberg (Gorleben) mit sieben Bussen und 350 Teilnehmern aus Oldenburg und dem Umland.

Du als Teilnehmer/in oder Unterstützer/in einer oder mehrerer Aktionen bist ein Teil von Anti-Atom Oldenburg und dafür danken wir dir herzlich. In diesem Sinne wünschen wir dir und deinen Lieben einen prima Start in das Jahr 2012. Ein Jahr, in dem erneut dein Engagement gefragt sein wird: Entscheidung um Gorleben, wöchentliche Castortransporte von Jülich nach Ahaus, Erweiterung der Urenco-Urananreicherung in Gronau, erster Jahrestag der Fukushima-Katastrophe mit 250km-Menschenkette im Rhone-Tal...

es gibt viel was strahlt - schalten wir's ab!

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2 Kommentare

 


Lieder und Chorsätze gegen Atomkraft


 

CHAINE HUMAINE:
Chaine Humaine


 

Les amies & amis en france:

SortirDuNucleaire

 


 

 

Tschüss Atomstrom:

Atomausstieg selber machen


 

Klima Lügendetektor:

Klima Lügendetektor


 

 

 

 

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