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Regionalplattform Oldenburg für den Widerstand gegen Atompolitiker und Atomindustrie

Uran

Informationen zu Uran, dem unverzichtbaren Element für den Weiterbetrieb aller Atomkraftwerke.

Die von Atomreaktoren ausgehende Gefahr ist nicht mehr ernsthaft zu verharmlosen, und der Versuch einer sicheren Aufbewahrung des Strahlenmülls hat nur ein klinisch totes, vom Bundesumwelt-Dummy gleichwohl stoisch weiterbeatmetes Endlagerprojekt hervorgebracht, sowie am Beispiel Asse die zügige Freisetzung krimineller Energie der Atombranche gegenüber regulativen Hemmnissen aufgezeigt.

Beide Themen, AKW-Betrieb und Endlagersuche, haben mit ihrer alltäglichen Sichtbarkeit und unserem persönlichem Restrisiko unsere volle Aufmerksamkeit: was strahlt, ängstigt uns. Der Ausgangspunkt allen nuklearen Desasters hingegen genießt seit Jahrzehnten still unser Aufmerksamkeitsdefizit, ebenso das lose Ende der Uranwirtschaft - die Rede ist von Uranabbau und dem Verbleib des abgereicherten Urans. Beides liegt jenseits unseres Alltagshorizontes, und beides sind Beispiele der Ignoranz westlicher Industrienationen gegenüber den Folgen ihrer globalen Wirtschaftsinteressen.

Auf der einen Seite werden, in Australien, Afrika, Kanada und zunehmend in Zentralasien, durch die Abraumhalden des Urantagebaus ganze Landstriche einschliesslich der dort lebenden Bewohner mit Schwermetallrückständen kontaminiert. Am anderen Ende der Produktionskette wird das zurückbleibende, nicht kraftwerksfähige Uran als Wertstoff eingestuft und kann als solcher ohne nennenswerte Kontrollen und Hemmnisse transportiert, exportiert und ohne weitere Konditionierung nach Belieben gelagert werden, bis eventuell jemand Gebrauch für das kaum strahlende, aber hochtoxische Schwermetall findet. Die einzige derzeit gängige Verwendung: als Geschosskern für panzerbrechende Munition, seit Mitte der 1970er Jahre in fast allen Kriegen eingesetzt.

Unser deutscher Beitrag zur  globalen Uranwirtschaft sind die Anreicherungsanlage der Urenco im westfälischen Gronau mit einem Weltmarktanteil von 10% und die zum Areva-Konzern gehörige Brennelementefertigung in Lingen. Um diesen vom deutschen Atomausstieg bisher völlig ausgenommenen Aspekt in den Blickpunkt zu rücken, habe wir eine Linksammlung zum Thema Uran eingerichtet, die wir gerne um weitere Links ergänzen.

Informative Links zur UAA Gronau:

Links zum Thema Uranabbau und Uranverarbeitung:

gut zu lesen sind nochmal die Spiegel-Artikel zum Uranabbau und zur Verfilzung von Politik und Konzernen am Beispiel Niger aus dem Jahre 2010:

Uranförderung in Niger: Der gelbe Fluch
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,686763,00.html (von Cordula Meyer)
Uranabbau in Niger: "Die Gesundheit von 80.000 Menschen ist bedroht"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,686633,00.html (Interview mit Rianne Teule von Greenpeace)
Fotostrecke: Uranabbau in Niger - die radioaktive Gefahr
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-53338.html
Putsch: Militär übernimmt die Macht in Niger
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,678957,00.html

Atomspirale der Kreislauf des Urans (PDF 300,9 kB) - von Johann Bergmann, MAUS e.V.

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Im nordrhein-westfälischen Gronau (30.000 Einwohner), nahe der holländischen Grenze, steht die einzige deutsche Urananreicherungsanlage (UAA). Sie wird von der Gruppe URENCO mit Sitz in London seit 1985 betrieben. In der UAA Gronau wird Uranhexafluorid für die Weiterverarbeitung zu Brennelementen für Atomkraftwerke angereichert. Mit ihrer Produktion deckte sie im Jahr 2010 sieben Prozent des Weltmarktes ab, in voll ausgebautem Zustand sollen es bis zu zehn Prozent sein. Weltweit existieren 14 Urananreicherungsanlagen, die zusammen 442 Atomreaktoren mit Brennstoff versorgen.

Informationen über den weltweiten Uranabbau

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